Projekt im Wahlpflichtfach Kunst - BKPR


Naturmaterialien sammeln und arrangieren und mit Hilfe bildnerischer Mittel präsentieren

Die Art der Präsentation löst Dinge aus ihrer Alltäglichkeit und verleiht ihnen Be-deutung. Sie gewinnen an Wert, indem sie geschützt, gezeigt und verwahrt wer-den. Sorgfältig arrangiert auf Sockel aus Holz, in Vitrinen oder auf Tische gestellt und durch beigegebene Zeichnungen bzw. Frottagen und informelle Beschriftun-gen ergänzt, fordern sie Aufmerksamkeit. Auf diese Art nimmt man alltägliche Dinge - in unserem Fall die Einzigartigkeit und Reichhaltigkeit der Natur - speziell unserer heimischen Bäume und deren Früchte bzw. Samen und deren Eigenheiten neu wahr.
Wichtig für die Präsentation im "Kasten" ist die überzeugende Art der Gestaltung:
Ballung, Verdichtung, Isolierung, Schichtung, Streuung oder serielle Reihung sind einige Stichworte variationsreicher Beziehungen.
Da Kinder begeisterte "Sachensucher" sind, werden sie sich gern auf die Suche nach Früchten, Blättern und Samen machen gemäß dem Beispiel von "Pippi Langstrumpf", die behauptet:"Es gibt nichts Schöneres als ein Sachensucher zu sein. Man muss sich nur wundern, dass sich nicht mehr Leute auf diesen Beruf werfen. Schneider und Schuster und Schornsteinfeger und all so was können sie werden, aber Sachensucher? Nee, das ist nichts für sie." - "Ab jetzt wollen wir jeden Tag Sachensucher sein." - "Sachensucher sein ist viel schöner, als mit Puppen zu spielen." - "Das finde ich auch."

Astrid Lindgren: Pippi Langstrumpf, Hamburg 1986, S. 29